Discover US! – Amerikanische Kunst neu entdecken

Das Bild von Amerika wurde in den vergangenen Jahren durch miserable Politiker und Finanz-Hasardeure geprägt. Mit Barack Obama kommt uns Amerika wieder näher – politisch und emotional. Weitere neue Einsichten bieten jetzt Künstler aus den Vereinigten Staaten auf dem Berliner Festival Discover US!

Ein großes Projekt ist dieses Festival mit dem doppelsinnigen Titel „Discover US!“ Auf drei Säulen ruht oder vielmehr bewegt sich die Veranstaltungsreihe – auf Ausstellung, Jazz und Literatur.

Aus den Tiefen des Wedding sendet seit einiger Zeit ein neues Kulturzentrum wichtige Signale: die UferHallen. Hier präsentieren sich nun seit dem 27.3. 2009 amerikanische Künstler, die was zu melden haben zur Lage der wankenden Nation. Hier eine kleine Übersicht zum großen Programm:

Ausstellung: Carnival Within. An Exhibition Made in America

Diese Ausstellung widmet sich dem Phänomen des Karnevals. Allerdings ist damit nicht unbedingt der rheinische oder alemannische Budenzauber gemeint, sondern ein kulturtheoretisches Modell. Es beschreibt das Prinzip des Grenzüberschreitens, den gesellschaftlichen Ausnahmezustandes als Subversion gegen das „System.“ Skulpturen, Installationen, Malereien, Zeichnungen, Fotografien und Videos (u.a. von Janine Antoni, Joe Amrhein, Tracey Baran) dokumentieren die Geschichte des amerikanischen Karnevals von den Freakshows des 19. Jahrhunderts bis zu den Abgründen Disneylands.

Musik: Across the Border. American Jazz Now

Namhafte amerikanische Jazz-Musiker (Marc Ribot Solo, Hermann Keller Solo, Elliott Sharp Solo) spielen in Berlin auf und zeigen, wie sich das Mutterland des Jazz in den letzten Jahren entwickelt hat. Insbesondere jüdische und europäische Einflüsse machen sich verstärkt bemerkbar. Eine Reihe von ganz besonderen Life-Konzerten machen das Festival „Discover US!“ zusätzlich zu einem echten musikalischen Geheimtipp.

Literatur: Conceptual Writing & Its Environs. New Strategies in American Poetry

Und wohin steuert die Literatur in Zeiten des digitalen Textüberflusses? Ein Symposium mit amerikanische Autor/innen (Robert Fitterman, Kenneth Goldsmith, Kim Rosenfield, Vanessa Place) und Literaturwissenschaftler/innen des John-F.-Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien gibt mögliche Antworten und stellt neue, alte Konzepte poetischen Schreibens vor.

  • Discover US! – noch bis 2. Mai 2009
  • Ort: Uferhallen, Uferstraße 8-11, 13357 Berlin
  • Festival-Homepage

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