Das Lied von Eis und Feuer: Fantasy-Zyklus von George R. R. Martin

Für hiesige Fans der ungewöhnlichen Buchreihe um Machtkämpfe und Untote in einem mittelalterlichen Fantasy-Universum ist der 22. Mai 2012 ein wichtiger Tag. Dann nämlich erscheint der langersehnte neunte Teil unter dem Titel „Der Sohn des Greifen“. Die TV-Fassung läuft seit November vergangenen Jahres im deutschen Pay-TV.

Wer sonst nicht allzu viel zu tun hat, kann seine reichhaltige Freizeit problemlos mit jeder Menge umfangreicher Fantasy-Zyklen verbringen. Die von Tolkiens „Herr der Ringe“-Büchern losgetretene Welle will einfach nicht versiegen, und mit dem Erfolg der Filmtrilogie hat der Markt einen zusätzlichen Antrieb bekommen. Doch wirklich hervor heben sich nur wenige Beispiele. Neben den „Chroniken von Narnia“ ist „Das Lied von Eis und Feuer“ des Amerikaners George R. R. Martin die bekannteste Reihe.

Fünf Bände umfasst die in einer Art Paralleluniversum zum europäischen Mittelalter angesiedelte Serie bislang, doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Die Popularität der düsteren Geschichten mit erstaunlich hohem Gewaltanteil nahm im vergangenen Jahr noch erheblich zu und sorgte für ganz neue Fangruppen, als der US-Sender HBO unter dem Originaltitel „Game of Thrones“ eine prominent besetzte Verfilmung über den Äther schickte.

Einer der vielen bemerkenswerten Unterschiede von Martins Zyklus ist die Narrationstechnik. Anstelle eines einheitlichen Erzählers nimmt jedes Kapitel die Perspektive einer anderen Figur ein und sorgt so permanent für einen sich erweiternden Blick auf die Ereignisse. Dass zudem auch schon einmal mittendrin wichtige Hauptfiguren das Zeitliche segnen können, sorgt für zusätzliche Spannung.

In Deutschland sind die voluminösen Bücher jeweils in zwei Bände aufgeteilt. Im Mai erscheint der neunte Teil und damit die erste Hälfte des fünften Buches. Eine ungekürzte deutsche Hörbuchfassung gibt es ebenfalls. Sie wird gelesen von Reinhard Kuhnert, dem deutschen Synchronsprecher von Kevin Spacey.Similar Posts: