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Teresa Burga: Retrospektive der peruanischen Künstlerin in Stuttgart

Erstmals gibt es derzeit in Europa eine umfangreiche Einzelausstellung der 1953 in Peru geborenen Künstlerin Teresa Burga zu sehen. Wer bis dato noch nie von ihr gehört hat, wird vor allem von der gestalterischen Vielfalt überrascht sein, die Zeichnungen, Objekte, Installationen, audio-visuelle und interaktive Arbeiten umfasst.

Unter dem Titel „Die Chronologie der Teresa Burga. Berichte. Diagramme. Intervalle“ zeigt der Württembergische Kunstverein über 100 Werke der peruanischen Künstlerin, die hierzulande bislang nahezu unbekannt ist. Drei Schlüsselwerke, allesamt Installationen, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.

„Autorretrato. Estructura. Informe. 9.6.72“ heißt die Arbeit, die sich mit der Messbarkeit des menschlichen Körpers auseinandersetzt. Als Basis hatte die Künstlerin während eines einzigen Tages mehrere medizinische Untersuchungen an sich vornehmen lassen. Deren Ergebnisse sind in Fotografien, Diagrammen und pharmazeutischen Rezepten visualisiert. Eine Lichtskulptur wird zudem von einer Audioaufnahme gesteuert, die Burgas Herzschlag wiedergibt.

Vor dem Hintergrund eines Kunst- und Forschungsobjektes, das sich mit der Rolle der peruanischen Frau im Hinblick auf Politik, Ökonomie, Religion, Recht und Sexualität beschäftigte, entstand die Installation „Perfil de la Mujer Peruana“, und „Quatro Mensajes“ hat 4 Botschaften zur Grundlage, die von der Künstlerin zufällig dem peruanischen Fernsehen entnommen wurden.

Neben diesen Hauptwerken gibt es zahlreiche grafische Arbeiten und Objekte zu sehen, die sich unter anderem zwischen Pop-Art, visueller Poesie und Konzeptkunst bewegen. Begleitend zur Ausstellung, die noch bis zum 8. Januar 2012 andauert, ist ein zweisprachiger Katalog in Deutsch und Spanisch erschienen.

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Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart

Öffnungszeiten:
Di, Do bis So 11 bis 18 Uhr
Mi 11 bis 20 Uhr

Eintritt:
5 Euro regulär, 3 Euro ermäßigt, Mitglieder freiSimilar Posts: