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Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß – Ausstellung in Wiesbaden

Für sein Lebenswerk erhält der 1932 geborene US-Künstler Ellsworth Kelly dieses Jahr den renommierten Alexej-von-Jawlensky-Preis verliehen. Für das Museum Wiesbaden Grund genug, ihm eine umfangreiche Retrospektive zu widmen. Das Besondere dabei: Die in enger Zusammenarbeit mit dem Haus der Kunst München entstandene Ausstellung konzentriert sich ganz auf Kellys Arbeiten in schwarz-weiß.

Auf dem Gebiet der Farbfeld-Malerei gibt es wenige zeitgenössische Künstler von vergleichbarem Rang. Form, Farbe und Raum stehen in Ellsworth Kellys zumeist großformatigen, aus mehreren Tafeln bestehenden Gemälden oftmals in ganz eigenem Verhältnis zueinander. Etwa ein Drittel seiner Arbeiten sind dabei in schwarz-weiß gehalten.

Rund 50 Bilder und Reliefs aus den Jahren 1948 bis 2010 sind Gegenstand der aktuellen Ausstellung im Museum Wiesbaden. Sie ist zugleich die erste umfassende Retrospektive der schwarz-weißen Arbeiten des Künstlers. Ergänzend gibt es einige Zeichnungen und Fotografien zu sehen.

Kellys Bildsprache ist jederzeit stark reduziert und zeigt geometrische oder organische Formen mit scharfen Konturen. Die Wand hinter dem Bild wird dabei einbezogen und selbst als Fläche genutzt. Gerne werden Teile der Arbeiten ausgeklappt oder bilden Skulpturen. Eine eigene Werkgruppe beschäftigt sich mit der Darstellung von Pflanzen, deren Umrisse besonders präzise wiedergegeben werden.

Kelly studierte nach Kriegsende an der School of the Museum of Fine Arts in Boston und verbrachte kurz darauf mehrere Jahre in Paris, wo er sich intensiv mit der modernen europäischen Kunst und Malern wie Picasso, Matisse, Malewitsch und Mondrian auseinandersetzte.

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Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden

Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag 10 – 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen 10 – 17 Uhr

Eintritt Sonderausstellung:
Regulär 8, ermäßigt 5 EuroSimilar Posts: