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Alles auf null: wie Dynamo Dresden in der dritten Liga wieder durchstarten will

Torwart beim AbstoßNachdem sich der Klub nach dem schmerzhaften Abstieg aus der zweiten Liga zunächst in einer kurzen Schockstarre befand, stehen bei Dynamo Dresden nun alle Zeichen auf Neuanfang. Wichtige Voraussetzung hierfür war die von der DFL ohne Auflagen erteilte Lizenz für die dritte Liga. Nun ist es Aufgabe von Sportdirektor Ralf Minge, einen schlagkräftigen Kader für die kommende Saison zusammenzustellen

Eine Mannschaft mit einem neuen Gesicht

So mancher Fan wird sich angesichts des komplett neu zusammengestellten Teams verwundert die Augen bleiben. Von den Leistungsträgern der vorangegangen Saison konnten lediglich Keeper Benjamin Kirsten, Christian Fiel und Robert Koch gehalten werden. Sportdirektor Ralf Minge ist eifrig darum bemüht, die entstandenen Lücken zu schließen und konnte dabei auch schon einige Erfolge verzeichnen. Angesichts der beschränkten finanziellen Mittel des Vereins, handelt es bei den Neuzugängen zumeist um junge Perspektivspieler. Mit Dennis Erdmann (Schalke 04 II), Niklas Müller (1. FC Köln II), Luca Dürholtz (Bayer Leverkusen II) und David Vrzogic (Bayern München II) zählen dazu auch Akteure, die zuvor in den Amateurmannschaften größerer Proficlubs gekickt haben. Weitere Neuzugänge sind der von Rot-Weiß Erfurt kommende Niklas Kreuzer (Sohn von HSV-Sportchef Oliver Kreuzer), Michael Heferle (Wacker Burghausen), Sylvano Comvalius (Eintracht Trier) und Nils Teixeira (FSV Frankfurt).

Hoffnungsträger Justin Eilers

Zu den Neuzugängen für die kommende Saison zählt auch der von der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg nach Dresden wechselnde Justin Eilers. In Wolfsburg gelang es Eilers während der letzten Spielzeit in 32 Spielen immerhin 17 Treffer zu erzielen. Angesichts dieser überzeugenden Trefferquote zählt der dynamische Stürmer bei den Dresdnern zu den großen Hoffnungsträgern für die kommende Saison. Zudem ist er mit seinen 26 Jahren ein mittlerweile gestandener Spieler, der dem Team, anders als viele der neuverpflichteten jungen Talente, sofort weiterhelfen dürfte. Sportdirektor Minge kündigte zudem an, dass neben Eilers noch mindestens drei weitere erfahrene Spieler geholt werden sollen.

Wie realistisch ist ein direkter Wiederaufstieg?

Im neu zusammengestellten Kader von Dynamo Dresden (hier gibt es weitere Informationen zum Sport in und um Dresden) tummeln sich zahlreiche junge und talentierte Spieler. Ob dies für ein einen direkten Wiederaufstieg in die zweite Liga ausreicht, erscheint angesichts der starken, in finanzieller Hinsicht überwiegend besser aufgestellten Konkurrenz, aber eher fraglich. Ein Fragezeichen steht auch hinter der teilweise gewaltbereiten Anhängerschaft von Dynamo Dresden, die den Club in der jüngeren Vergangenheit durch verschiedene Aktionen leider häufig in Misskredit brachte. Es bleibt zu hoffen, dass die SG Dynamo Dresden von derartigen Vorkommnissen in der kommenden Saison verschont bleibt und schnell wieder an sportlich erfolgreichere Zeiten anknüpfen kann.

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