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Unternehmen in der Corona-Krise: Fast 80 Prozent befolgen die Regeln zum Arbeits- und Infektionsschutz

Alltagsmaske, Home-Office, Desinfektionsmittel am Arbeitsplatz: Die Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben den Arbeitsalltag nachhaltig verändert – und werden in den Betrieben weitgehend umgesetzt. Das bringt eine unlängst veröffentlichte Studie an den Tag.

Schutzmaßnahmen werden weitgehend umgesetzt

Wie die repräsentative Umfrage „Betrieblicher Arbeitsschutz in der Corona-Krise“ zeigt, werden alle Regeln im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie in deutschen Unternehmen überwiegend befolgt. Bei der von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführten Studie wurden mehr als 1.500 Unternehmen befragt.

Die Umfrage zeigt, dass fast 80 Prozent der befragten Betriebe die Maßnahmen zum Infektions- und Arbeitsschutz weitgehend umsetzen. Dabei orientieren sie sich an den Corona-relevanten Arbeitsschutzregeln. Sie beinhalten unter anderem Regelungen zur Lüftung, zu den Schutzabständen sowie Handlungsanweisungen bei Corona-Verdachtsfällen im Betrieb. Die Regeln gelten für die Dauer der Pandemie und werden dem Stand der medizinischen Forschung angepasst, um die Arbeitnehmer zu schützen und Infektionsketten vorzubeugen.

In 98 Prozent befragten Unternehmen kümmert sich die Geschäftsführung um die Umsetzung der Schutzmaßnahmen. Sie werden zusätzlich zu den bereits bestehenden Arbeitsschutz-Regeln angewendet. Für sie können die für den Arbeitsschutz Verantwortlichen in den Unternehmen oft auf spezialisierte Arbeitsschutz-Software diverser Anbieter zurückgreifen.

AHA-Regel ist in den Unternehmen Standard

In 88 Prozent der Firmen wurden die Möglichkeiten fürs Händewaschen optimiert, zum Beispiel durch das Installieren von zusätzlichen Waschgelegenheiten. 84 Prozent der Betriebe legen Wert darauf, dass Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen zu Hause bleiben. Auch die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern werden von 83 Prozent der Unternehmen umgesetzt.

Aushänge mit Hinweisen auf die Hust- und Nies-Etikette gibt es in 81 Prozent der Unternehmen, und 75 Prozent sorgen für eine regelmäßige Durchlüftung in den Büros und Betrieben. Eine Alltagsmaske ist in 66 Prozent der befragten Firmen Pflicht, und 58 Prozent von ihnen reinigen Räume und Arbeitsmittel jetzt häufiger als vor der Corona-Krise.

Bestimmte Schutzmaßnahmen sind in einigen Branchen mehr oder weniger verbreitet als in anderen. Dabei spielen die Betriebsgröße beziehungsweise der Unternehmenszweck eine Rolle.

Das zeigt sich besonders beim Thema Home Office: In großen Betrieben arbeiten 86 Prozent von zu Hause aus, in mittleren sind es 63 Prozent. Der Anteil der Heimarbeiter sinkt bei kleinen Unternehmen auf 40, in Kleinstbetrieben sogar auf nur 19 Prozent.

Schutzvorrichtungen gegen Corona wie zum Beispiel Plexiglasscheiben wurden in 34 Prozent der befragten Unternehmen installiert. Bei diesen Firmen handelt es sich in erster Linie um Einzelhändler und Gastronomiebetriebe.

Bild: pixabay.com, 4936055, mohamed Hassan

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