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All Access World: Agathe Snow in der Deutschen Guggenheim

Die erste große Einzelausstellung der in New York lebenden korsischen Künstlerin Agathe Snow gibt es bis zum 30. März in der Berliner Deutsche Guggenheim zu sehen. Zum Konzept gehört eine fiktive Organisation, die Denkmäler und Wahrzeichen zu Konsumobjekten umfunktioniert.

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„Feed the Troops“ nannte Agathe Snow eine Reihe von Happenings, zu denen sie als Braut verkleidet an den unterschiedlichsten Orten einfach zum Essen einlud. Auch sonst ist sie gerne im Alltag behilflich. In einem Tanzvideo lässt sie eine Gruppe junger Frauen in Aerobic-Anzügen zeigen, wie man sich mit wenigen gut einstudierten Bewegungsabläufen aus der Affäre zieht, wenn man von seinem Partner in flagranti erwischt wird. Ernst geht anders.

Snows Kunst ist spielerisch und interaktiv. Für die Deutsche Guggenheim Berlin schuf sie jetzt im Rahmen einer Auftragsarbeit ein Ausstellungskonzept, das sich mit Denkmälern, Wahrzeichen und historischen Stätten auseinandersetzt. Doch ohne die Partizipation der Besucher ist der Reiz nur halb so groß.

Auf dem Boden nämlich ist eine verzerrte Weltkarte zu sehen, auf der Snow Modelle berühmter Monumente verteilt hat, die sich beliebig neu anordnen lassen. Die Ausstellung bleibt so in Bewegung und bezieht den Zuschauer ein. Doch auch sonst gibt es eine Menge zu sehen und erleben.

Skulpturen, Wandcollagen, Videos und interaktive Performances fächern die Idee der fiktiven Organisation „All Access World“ vielgestaltig auf, der gemäß Denkmäler und Wahrzeichen zu Konsumprodukten umfunktioniert und so jederzeit neu angeeignet werden können.

Der begleitend erscheinende Katalog ist selber wieder Experimentierfeld und von Snow als Handbuch konzipiert, mit dem sich eigene Denkmäler gestalten lassen.

Deutsche Guggenheim
Unter den Linden 13/15, 10117 BerlinSimilar Posts:

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