Wie die EU mittels Förderungen den Energiemarkt beleben möchte

Lange galt die Energiepolitik der großen Energieversorger in Deutschland als ein Gebiet, in denen sich die Politik wenig einmischt. Das änderte sich jedoch mit der Ölkrise in den 70er Jahren und das Thema Energie rückte immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und der Politik. In den letzen Jahren ist die Energiepolitik immer mehr in den Vordergrund bei politischen und öffentlichen Diskussionen gedrungen. Der stetige Anstieg der Strom- und Benzinpreise, die Diskussion um den Atomausstieg, die Förderung erneuerbare Energien sowie der Wunsch nach einen einheitlichen Energiemarkt innerhalb der EU – all diese Themen betreffen nicht nur die Politik, sondern auch jeden einzelnen Mitbürger.

Europäische Union will einheitlichen Energiemarkt bis 2014

Bis heute verfolgt jedes Land in der EU seine eigene Energiepolitik. Durch die wachsenden Abhängigkeit vom Strom- und Gasimporten beispielsweise aus der Ukraine oder aus Russland soll bis 2014 ein einheitlicher Energiebinnenmarkt innerhalb der Europäischen Union entstehen. Damit soll der Wettbewerb auf den Energiemarkt einen neuen Schwung bekommen sowie die ständigen Lieferprobleme- und abhängigkeit aus Osteuropa ein Ende haben. Die größten Anteile an Energie auf dem europäischen Markt bilden immer noch Öl und Gas, gefolgt von Kohle und Atomenergie. Die Anteil von erneuerbare Energien bildet mit lediglich ca. 7% das Schlusslicht. Doch der geplante Atomausstieg und die generelle Debatte um die Gefährlichkeit von Atomstrom haben auch bei der Europäischen Union für ein Umdenken gesorgt. Neue Standards zur Förderung von erneuerbaren Energien sollen dem Anstieg der Energiepreise entgegenwirken und diese für Verbraucher attraktiver machen. Insbesondere bei der Solarförderung soll es einige Änderungen geben.

Bund unterstützt Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen

In Deutschland wird die Nutzung von Solarstrom mit Hilfe von Solarstromanlagen durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) unterstützt. Die Nutzung der Sonnenenergie gilt als die preiswerteste und umweltfreundlichste regenerative Energiequelle. Daher unterstützt der Staat den Aufbau von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen oder auf Dächern von Gebäuden mit dem Ziel die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen wird jährlich angepasst. Diese bezieht sich auf jede selbstproduzierte Kilowatt-Stunde Solarstrom. Im Jahr 2010 lag diese noch im Durchschnitt bei 34,05 Cent. Seit 2011 wurde die Förderung von Solarstrom in mehreren Etappen gekürzt. Doch eine weitere Kürzung in 2012 wurde rückwirkend zum 1. April 2012 gestoppt, so dass die Belastung für den Verbraucher nicht mehr steigt und auch die Hersteller von Photovoltaikanlagen erst einmal nicht mit weiteren Belastungen rechnen müssen.

Umsteigen auf regenerative Energiequellen lohnt sich

Im Zuge der vielen Änderungen und Diskussionen auf dem Energiemarkt lohnt es sich in Zukunft auf Strom aus Wind- Wasser- oder Sonnenenergie umzusteigen. Denn die Preise für Öl und Gas werden, trotz eines einheitlichen Energiemarktes in der Europäische Union, weiter schwanken und stetig steigen. Eine Investition in Photovoltaikanlagen lohnt sich dank Förderung langfristig und bietet eine weitgehende Unabhängigkeit von den großen Strom -und Gasanbietern.

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