Tim Burton: MoMA zeigt Ausstellung mit 700 Exponaten

Für das New Yorker Museum of Modern Art gehört das Kino seit 1939 schon immer zum vollständigen Kanon der Künste dazu. Eine umfangreiche Ausstellung rund um den Filmemacher Tim Burton führt diese Tradition jetzt ab dem 22. November in ebenso aufsehenserregender wie populärer Weise fort.

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Wer im MoMA ausschließlich klassische Hochkunst erwartet, muss sich rasch eines Besseren belehren lassen. Von den Anfängen des Animationskinos bei George Méliès bis zu den computergenerierten Trickfilmen aus dem Hause Pixar hat man von jeher gerne bewiesen, wie sehr dem Haus die bewegten Bilder am Herzen liegen.

Selbst B-Filmer Russ Meyer hat seinen Platz im Museum gefunden, und auch so manch anderer Beitrag der Kinogeschichte, den man sonst allerhöchstens noch in speziellen Trash-Festivals zu sehen bekommt, findet sich im Fundus der New Yorker Kunst- und Kultstätte. Kein Wunder also, dass ausgerechnet Hollywoods eigenwilligster Filmemacherr jetzt mit einer Ausstellung geehrt wird.

Dass der Schöpfer solch verspielt-finsterer Leinwandmärchen wie „Edward mit den Scherenhänden“, „The Nightmare before Christmas“ oder „Sleepy Hollow“ nicht nur einen unverkennbar eigenen Stilwillen verfolgt, sondern diesen auch längst zur kassenträchtigen Marke ausgebildet hat, macht ihn in der amerikanischen Filmindustrie zu einem echten Ausnahmefall. Angefangen hatte Burton einst als Zeichner bei Disney, und von dorther stammen auch die Grundlagen dieser ersten Ausstellung seiner Werke.

Zeichnungen von frühester Kindheit bis heute, Storyboards, Illustrationen, Filmclips, Cartoons, aber auch Puppen, Requisiten, unveröffentlichte Projekte und vieles mehr wird es zu sehen geben. Mit über 700 Exponaten versprechen Museumsdirektor Glenn D. Lowry und Kurator Ron Magliozzi einen faszinierenden und umfangreichen Einblick in die Schaffenswelt des stets schwarz gekleideten Filmemachers.

Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 22. November 2009 bis zum 26. April 2010 angesetzt – Gelegenheit genug also, um einmal einen außerplanmäßigen Trip in den Big Apple einzuplanen.Similar Posts:

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