STyle your Identity!

„Früher ja, da war das alles noch anders…“ Wie oft hat man das schon von den Verwandten zu hören bekommen. Doch was meinen sie eigentlich damit? Dass die Jugend von damals tatsächlich netter gewesen ist? Oder dass vielleicht eher die Mode ansprechender war? Wie auch immer: Früher war alles besser, das ist ja schon mal klar. Und wie ist es heute?

Die Jugendkultur unseres Jahrzehnts läßt sich schwierig benennen, geschweige denn noch interpretieren. Dafür sind die Erscheinungsformen zu vielseitig, und kaum noch voneinander abzugrenzen. Die Jugend fällt gerne auf. Auf welche Art auch immer. Das war schon zu meinen Zeiten so. Nicht weiter verwerflich, schließlich bedeutet der eigene Stil ja auch damit der Öffentlichkeit einen Teil von sich preiszugeben. Die Art sich zu kleiden, feiern zu gehen oder auch Subkultur zu zelebrieren gehorcht mittlerweile keinen starren Regeln mehr. Die soziale Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe scheint weitestgehend aufgelöst zu sein. Damals war man „Punk“ oder „Hippie“ und das bezog sich auf die gesamte Erscheinung. Mittlerweile kann man beides zur gleichen Zeit sein, ohne danach auch nur auszusehen. Selbst politische Symbole vereinnahmt die Modeindustrie und verkauft Palästinensertücher ohne dass die Träger, von deren identifikationsstiftenden Bedeutung wissen.

Die Mode greift in weit mehr ein, als nur in die Entscheidung, welches Oberteil gut zur Hose passt. Die Kombination aus Chucks, Röhrenjeans und Totenkopf – Shirt zum Beispiel lässt einen neuen Stil entstehen, der den älteren Generationen zwar vertraut scheint, die Kids sich jedoch durchaus Neu erfunden haben. Ihr Stil ist es in erster Linie, keinem eindeutigen Stil zugeordnet zu werden. Auch Mode- Lables, haben es sich zum Ziel gemacht, dem Markenfetischismus und damit einer einzigen Richtung abzuschwören. „Aus der Szene für die Szene“ ist zum Beispiel das Motto von „A better Tomorrow“, einem jungen Designer Label. Alles ist erlaubt. Hauptsache es hat Style. Inwiefern damit auch die Haltung austauschbar und variierbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

 

 

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