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Quentin Tarantino in Cannes: Filmfestival 2009 setzt auf Autorenkino

Vom 13. bis 24. Mai konkurrieren insgesamt 20 Wettbewerbsfilme um einen der renommiertesten Branchenpreise – die Goldene Palme. Die Jury unter Leitung der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert wird dabei vor allem europäisches Autorenkino sichten müssen. Aber auch Cannes-Veterane Quentin Tarantino (Gewinner 1994 mit „Pulp Fiction“) ist dabei.

Ein einziger deutscher Beitrag hat es in den 62. Wettbewerb des berühmtesten europäischen Filmfestivals geschafft, und das auch nur unter der Regie eines Österreichers. Michael Haneke („Funny Games“) ist in Cannes zudem kein unbeschriebenes Blatt. Für „Die Klavierspielerin“ erhielt er 2001 den Großen Preis der Jury, und für „Caché“ wurde er 2005 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Sein aktueller Film „Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte“ wurde in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gedreht und erzählt von rituellen Bestrafungen in einem kleinen Dorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Einem zweiter deutscher Beitrag wurden zwar bis zuletzt gute Chancen eingeräumt, es ebenfalls in den Wettbewerb zu schaffen, doch „Soul Kitchen“ des deutsch-türkischen Filmemachers Fatih Akin („Gegen die Wand“) konnte nicht rechtzeitig fertiggestellt werden.

Über weite Strecken liest sich die Liste der nominierten Filme wie ein „Who is Who“ des europäischen Autorenkinos: Pedro Almodóvar vertritt Spanien mit „Los abrazos rotos“, Dänemark schickt Lars von Trier (Palme-Gewinner 2000 für „Dancer in the Dark“) mit dem in NRW produzierten „Antichrist“ ins Rennen. Weitere Teilnehmer sind unter anderem die Spanierin Isabel Coixet, der Brite Ken Loach und die Neuseeländerin Jane Campion („Das Piano“). Frankreich ist gleich mit vier Filmen vertreten. Hollywood reist mit Ang Lee und Quentin Tarantino an, dessen Kriegsfilm „Inglourious Basterds“ auch über Cannes hinaus mit Spannung erwartetet wird.

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Tarantinos Beitrag bietet ein internationales Ensemble, das neben Brad Pitt und Mike Myers auch eine Reihe deutscher Darsteller beinhaltet. Til Schweiger, Daniel Brühl und andere hiesige Schauspieler verdanken ihre Teilnahme allerdings vor allem der deutschen Filmförderung. Obwohl die Gechichte nämlich hauptsächlich in Frankreich spielt, wurde ein Großteil auf deutschem Boden gefilmt, um die zugehörigen Finanzierungsleistungen in Anspruch nehmen zu können.

Eröffnet wird das diesjährige Festival zum ersten Mal mit einem Animationsfilm. „Up“ aus den Disney-Studios erscheint zudem in moderner 3D-Technik und repräsentiert damit einen in den USA derzeit heiß verfolgten Trend.Similar Posts: