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Operndorf Afrika: Schlingensief-Vision wird in Burkina Faso Wirklichkeit

Ein Operndorf in Afrika war ein lange gehegter Traum des verstorbenen Regisseurs Christoph Schlingensief. Nun wird er postum doch noch Realität. Schlingensiefs Witwe Aino Laberenz übernimmt die Geschäftsführung des Festspielhauses in Burkina Faso.

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Ein Operndorf mitten in Afrika inklusive Festspielhaus, Opernschule, Tonstudio und Wohnhäusern war Christoph Schlingensiefs Vision. Schon im Januar 2010 begannen die Bauarbeiten für das schier unglaubliche Projekt in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Am 21. August 2010 verstarb Christoph Schlingensief an Lungenkrebs, seine Vision lebt weiter. Seine Witwe Aino Laberenz hat sich der Festspielhaus Afrika gGmbH angenommen und lässt seinen Traum endlich wahr werden. 

Operndorf Afrika: Festspielhaus in Burkina Faso

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder auf unserer Erde. Täglich sauberes Wasser und ausreichend Lebensmittel zu haben, ist hier keine Selbstverständlichkeit. Auch die Möglichkeit regelmäßig eine Schule zu besuchen ist nicht allen Kindern gegeben.

Nun könnten böse Zungen behaupten, ein solches Land brauche andere Dinge nötiger als ein Opernhaus. Sicher mag da etwas dran sein. Aber das Projekt Christoph Schlingensiefs umfasst weitaus mehr als den bloßen Bau einer Oper. Vielmehr soll hier auch armen Kindern die Möglichkeit gegeben werden sich kreativ zu entfalten, eine Schule zu besuchen, in der neben den wichtigsten Grundlagen auch Fächer wie Musik, Kunst, Theater und Film gelehrt werden. Schon im Herbst diesen Jahres soll der reguläre Schulbetrieb aufgenommen werden.

Architekt Francis Kéreé

Architekt Francis Kéré ist selbst in Burkina Faso als Sohn eines Häuptlings aufgewachsen und weiß sehr genau, was es heißt, in einem der ärmsten Länder der Welt zu leben. Durch ein Stipendium wurde ihm ein Architektur Studium an der TU Berlin ermöglicht. Nun will er sein in Deutschland erworbenes Wissen nutzen, um Menschen in seiner Heimat zu helfen. Er hat bereits ein ähnliches Projekt in dieser Gegend selbst geplant, geleitet und umgesetzt: eine Schule in Gando.

Francis Kéré leitet den Bau des Operndorfs, das ebenso wie seine Schule aus vor Ort vorhandenen Materialien gebaut werden soll. Hauptmaterial: Lehm! Wie ein Schneckenhaus soll das Festspielhaus von innen nach außen wachsen und sich je nach den vorhandenen Mitteln erweitern und vergrößern. Rundherum entstehen eine Siedlung, eine Schule, ein Fußballplatz und Gästehäuser.

Spenden für das Operndorf

Das Operndorf in Afrika ist ein tolles, innovatives Projekt, das unbedingt Unterstützung erhalten sollte. Wenn Sie die Zukunft des Operndorfes sicherstellen wollen, dann spenden Sie, damit das was Christoph Schlingensief angefangen hat, vollendet werden kann. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.Similar Posts: