Jazzfest Bonn 2011: größer, bunter, kreativer

Nach restlos ausverkauften Häusern im vergangenen Jahr hat das Bonner Jazzfest 2011 seine Spielzeit gleich mal verdoppelt. Eine ganze Woche steht die ehemalige Bundeshauptstadt diesmal im Zeichen von Jazz und Improvisationsmusik. Hinzu gekommen sind auch neue interessante Spielstätten.

Vom 28. Mai bis 5. Juni beweisen die Macher des Bonner Jazzfests, dass sich auch in Zeiten leerer öffentlicher Kassen erfolgreich Kultur machen lässt. Und während andere Veranstalter den Gürtel enger schnallen und ihr Angebot einschränken müssen, können Organisator Peter Materna und sein Team ihr Programm sogar deutlich aufstocken.

Rückblickend wirkt die Premiere von 2010 fast wie ein bloßer Testlauf, denn eine Erweiterung der Spielzeit von 4 auf 8 Tage wäre selbst für ein etabliertes Musikevent eine echte Sensation. Mit dem Telekom-Forum und dem Post-Tower kommen zudem neben den bereits etablierten Konzertlocations aus dem vergangenen Jahr zwei renommierte neue Spielstätten hinzu.

Aber selbstverständlich sind es vor allem die Musiker selber, deren Auswahl sich sehen lassen kann. Stargast ist der legendäre amerikanische Kontrabassist Ron Carter, der bereits im Miles Davis Quartett spielte und zum Auftakt des Festivals am 28. Mai sein aktuelles Trio vorstellt. Am selben Abend gibt es darüber hinaus noch das Echo-prämierte „Ensemble Denada“ des Norwegischen Posaunisten Helge Sunde zu hören, sowie mit dem elfköpfigen Ensemble „Sebastian Sternals Symphonic Jazz“ eine vielversprechende Nachwuchsformation.

Überhaupt gilt auch im zweiten Festivaljahr erneut der Ansatz, bekannte Größen der Branche mit interessanten Newcomern zu konfrontieren. Hier bestreiten zum Beispiel die Pianistin Ulrike Haage und Sting-Gitarrist Dominic Miller oder Nguyen Le und das Kölner Trio „Arnie Bolden“ jeweils einen gemeinsamen Abend. Zum Abschluss gibt es am 5. Juni dann unter anderem Posaunist Nils Landgren zu hören, der als Künstlerischer Leiter des Jazzfests Berlin beweist, dass Kulturevents aus demselben Umfeld keine rivalisierenden Veranstaltungen sein müssen.

Das gesamte Programm mit allen Spielstätten und Eintrittspreisen ist auf der Festivalhomepage einsehbar.Similar Posts: