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Félix Candela, Künstler der Konstruktion: Ausstellung im Deutschen Museum

Einem der bedeutendsten Architekten und Ingenieuren des 20. Jahrhunderts hat das Deutsche Museum München jetzt eine Ausstellung gewidmet. Der gebürtige Spanier Félix Candela gilt als Meister der Schalenbauweise und errichtete seine bahnbrechenden Bauwerke vor allem in Mexiko. Im vergangenen Jahr feierte die Fachwelt Candelas 100. Geburtstag.

Schalenbauwerke aus Stahlbeton gab es etwa ein halbes Jahrhundert lang bis in die späten 1960er Jahre. Danach wurden sie durch andere Materialien und wirtschaftlichere Bauweisen verdrängt. Umso mehr vermitteln die Arbeiten von Félix Candela heute einen nostalgischen, fast irrealen Eindruck, der eher an Science-Fiction denken lässt als an Nutzbau.

Gebaut aus dünnen, doppelt gekrümmten Betonflächen und auf das statisch Notwendige reduziert, sind Schalenbauwerke besonders dadurch so besonders, dass sie sich aufgrund ihrer Geometrie praktisch selber tragen. Candelas Arbeiten bestehen aus besonders dünnen, gerade mal bis zu 4 cm dicken, und doch zugleich ausgesprochen weit gespannten Schalen, die schon einmal einen Raum von bis zu 30 Metern umfassen.

Mit seiner eigenen Firma entwarf Candela seit 1950 über 800 Schalenbauwerke, darunter die Börse in Mexiko-Stadt, das Hotel „Casino de la Selva“ in Cuernavaca, die „Kirche des Herren“ in Campo Florido und der „Palacio de los Deportes“ für die Olympischen Sommerspiele 1968.

In der Sonderausstellung im Deutschen Museum gibt es Banner seiner Werke, Modelle und Originalzeichnungen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Begleitend erscheint ein 36-seitiger Kurzführer zum Preis von 3,50 Euro mit Texten und Bildern (ISBN 978-3-940396-23-5).

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Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik

Museumsinsel 1, 80538 München

Öfnungszeiten:
täglich von 9.00 bis 17.00 UhrSimilar Posts: