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Burger Knäcke ade? Traditionelle Ostprodukte werden immer unbekannter

Entsetzte OmaAls die DDR vor über zwanzig Jahren aufhörte zu existieren, blieb wenig übrig vom Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden. Eine Ausnahme bildeten eine Vielzahl von Marken. Diese hatten zunächst eine Talsohle zu überstehen, als die ostdeutschen Verbraucher die westlichen Produkte ausprobieren wollten. Viele fanden aber schon bald zu Vitacola und Spreewaldgurken zurück.

Die Kunden sterben langsam aus

Kaum ein Produkt aus Ostdeutschland hat nach der Wende im Westen in nennenswertem Maße Fuß gefasst. Die betroffenen Unternehmen setzten nicht auf Expansion, sondern waren mehrheitlich vor allem froh, wirtschaftlich überlebt zu haben. Bei der Werbung wurde voll auf die Ostalgie-Schiene gesetzt und möglichst wenig am Design oder der Aufmachung verändert. Hierdurch alterten die ostdeutschen Marken allerdings auch wesentlich schneller. Einen hohen Bekanntheitsgrad genießen sie dementsprechend vor allem in der Zielgruppe der über Fünfzigjährigen. Jüngere Verbraucher aus Ostdeutschland kennen dagegen vielfach nicht einmal die Namen der früheren Ostmarken. Durch die Überalterung von Werbung und Design lässt sich in dieser Zielgruppe auch nur schwer ein positives Image entwickeln. Insofern führt reine Markentradition in eine Sackgasse an deren Ende vor allem eines steht: aussterbende Zielgruppen.

Es gibt Gegenbeispiele

Allerdings existieren in Ostdeutschland auch Hersteller, die sich auf dem Westmarkt durchgesetzt und etabliert haben. Häufig geschah dies durch die Übernahme einer bekannten Ostmarke durch ein westdeutsches Unternehmen wie beispielsweise das Waschmittel Spee, welches in der Henkel-Gruppe aufging und dort als eigene Marke deutschlandweit vertrieben wird. Wesentlich seltener sind dagegen Beispiele wie Rotkäppchen-Sekt. Die ostdeutsche Kellerei brachte das Kunststück fertig, sich nicht nur aus eigener Kraft Marktanteile auch in Westdeutschland zu sichern, sondern schluckte mit Mumm sogar eines der traditionsreichsten westdeutschen Konkurrenzunternehmen. Darüber hinaus erfreuen sich Biere wie Hasseröder, Radeberger oder Wernesgrüner auch im Westen hoher Beliebtheit.

Auf die Region setzen

Nachdem die Ostalgie aus immer mehr Köpfen und Wohnstuben weicht, macht es für Ostmarken Sinn, auf das unmittelbare Umfeld zu setzen. Denn der Trend geht klar in Richtung regionale Produkte. Wer dagegen den Betrieb einstellt, sollte Rücksprache mit einem Spezialisten für Markenrecht halten. Denn auch wenn der Bekanntheitsgrad sinkt, stellt der Name des Produkts immer noch einen Wert dar, den man vor unrechtmäßiger Verwendung sicher schützen sollte. Auf der Seite www.heldt-zuelch.de finden Sie kompetente Anwälte, die Sie hierzu beraten können.

Bild: CREATISTA – FotoliaSimilar Posts: