Bryan Ferry: Ausstellung im HBC Berlin

Keiner trägt auf der Bühne stilvoller Anzug als Bryan Ferry. Das britische Modehaus Marks & Spencer fand seinen Look 2006 so wirksam, dass man den damals bereits 60-jährigen Sänger zum Testimonial einer Werbekampagne machte. Eine Ausstellung in Berlin erlaubt derzeit noch bis zum 8. Januar einen Einblick in sein Schaffen.

Dass Bryan Ferry ursprünglich als Kunstlehrer tätig war und auch schon als Restaurator gearbeitet hat, ist nicht unbedingt das erste, was man mit dem Musiker verbinden würde. Wer sich jedoch seine teils kontrovers aufgenommenen Plattencover ins Gedächtnis ruft, wird den Hang zur Kunst sofort vor Augen haben. Ferry ist zudem begeisterter Sammler. Das HBC Berlin macht ihn aktuell selbst zum Gegenstand von insgesamt rund 100 Exponaten.

Mitkuratiert von seinem Sohn Isaac zeigt „Bryan Ferry: An Exhibition“ neben den legendären Platten-Artworks des britischen Modedesigners Antony Price auch eine ganze Reihe unbekannterer Bilder, sowie Filmdokumentationen. Allen gemein ansehen kann man den großen Stilwillen des Musikers, dessen Klassiker „Is your Love strong enough“ gerade von Trent Reznor für die US-Verfilmung von Stieg Larssons „Verblendung“ gecovert wurde.

Ferry ist vor allem als Frontmann der 1971 zusammen mit Brian Eno gegründeten Artrock-Formation „Roxy Music“ bekannt. Frühzeitig verfolgte er aber auch bereits eine Solo-Karriere, die Hits wie „Slave to Love“ und „Don’t stop the Dance“ hervorbrachte. Ein ganzes Album widmete er Mick Jaggers Ex-Frau Jerry Hall, mit der er eine Zeitlang liiert war, und die es auf dem Cover von „Siren“ zu sehen gibt.

Die Ausstellung im Berliner HBC läuft noch bis zum 8. Januar.

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