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Ausstellung: Der blaue Reiter bis zum 11. Oktober im Museum Frieder Burda

Als wichtigste deutsche Künstlervereinigung neben der „Brücke“ gilt bis heute der von Wassily Kandinsky und Franz Marc 1911 gegründete „Blaue Reiter“. Ursprünglich als Almanach angelegt, vereinigen sich unter dem gemeinsamen Dach Werke von August Macke, Henri Matisse, Emil Nolde, Paul Klee und anderen wichtigen Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts. Ausgedehnte Renovierungsarbeiten der Städtischen Galerie im Münchener Lenbachhaus ermöglichen derzeit die bisher umfassendste Leihgabe der Gruppe überhaupt. Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt vom 27. Juni bis zum 11. Oktober rund 80 Werke.

Die erste Ausstellung des „Blauen Reiters“ in der Modernen Galerie Heinrich Thannhauser München beruhte im Grunde auf marktstrategischen Überlegungen. Um die Popularität der Gruppe voranzutreiben, entschloss man sich, die zunächst geplante redaktionelle Veröffentlichung von Werken und Texten zur Avantgarde in der Gegenwartsmalerei aufzuschieben. Neben rund 50 Bildern beinhaltete das öffentliche Auftreten der Vereinigung auch musikalische Beiträge von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton von Webern.

Den Namen erhielten Gruppe und Publikation von einem Holzschnitt Kandinskys, der auch auf dem Umschlag des Almanachs zu sehen ist. Finanziell unterstützt von Kunstsammler Bernhard Köhler und Verleger Reinhard Piper erschien 1912 die erste Auflage, später folgten fremdsprachliche Versionen. Ein zweiter Band wurde zwar geplant, fand jedoch nie zur Umsetzung. Kandinsky musste mit Beginn des ersten Weltkriegs zurück nach Russland, und die Gruppe zerfiel.

Kandinskys langjährige Lebensgefährtin, die Malerin Gabriele Münter, übergab 1957 einen Großteil ihres Nachlasses aus Bildern des Blauen Reiters, die sie während des NS-Regimes sorgsam versteckt gehalten hatte, der Stadt München. Der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, benannt nach dem gleichnamigen Malerfürsten, verhalf die Sammlung zu Weltruhm.

Aufgrund einer Generalsanierung des Hauses ging nun ein Großteil der Bilder als Leihgabe an das Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Zusammen mit einer Auswahl aus Schwarzweiß-Fotografien von Gabriele Münter aus ihrer gemeinsamen Zeit mit Kandinsky, finden sich dort nun bis zum 11. Oktober rund 80 Bilder der Künstlergruppe zu einer Ausstellung vereint. Ein begleitender Katalog mit 193 Abbildungen erscheint zusätzlich. Karten sind im Vorverkauf ab rund 10 Euro erhältlich und lassen sich online bestellen.Similar Posts: