Pottermore: Joanne K. Rowling lässt Fans mitschreiben

Pottermore.com soll es ab Oktober erlauben, einer einzigartige Internet-Community rund um die Geschichte von Harry Potter, Hermine und Ron beizutreten. Eine literarische Fortsetzung von Rowling selbst ist nach dem siebten Teil des Werks nicht geplant, doch so soll es Potter-Fans jeglichen Alters und überall auf der Welt möglich sein, die Geschichte virtuell weiterzuführen.

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Die Plattform „Pottermore“ ist ein weiterer Weg, die Welt rund um Harry Potter zu verkaufen. Laut Forbes-Liste gehört Rowling nach dem Erfolg von „Harry Potter“ zu den wohlhabendsten Frauen der britischen Insel und hat mit ihrem Reichtum mittlerweile die Queen selbst überholt. Über 500 Millionen Exemplare der siebenteiligen Fantasy-Reihe wurden weltweit verkauft und das Werk wurde in 67 Sprachen übersetzt. Ein literarischer Erfolg, der seines Gleichen sucht. „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist das am häufigsten hergestellte Buch in den Vereinigten Staaten.

Pottermore als Welt für Kinder und Jugendliche

Obwohl es sich bei dem Werk um Kinder- und Jugendliteratur handelt, wurde es erstaunlich häufig auch von Erwachsenen gelesen. Erstaunlich insoweit, als das es sich um einen typischen „Entwicklungsroman“ handelt, der sich um das Erwachsenwerden von Jugendlichen dreht. Veröffentlicht wurde trotzdem auch eine Edition für Erwachsene, die sich jedoch lediglich durch die schlichtere Gestaltung des Buchcovers auszeichnet.

Die Internetcommunity „Pottermore“ soll ab Oktober zugänglich werden, einige Personen können sich jedoch schon ab dem 31. Juli durch ein Online-Spiel für die Teilnahme qualifizieren. Rowling werde die Plattform nutzen, um unveröffentlichte Literatur rund um Harry Potter an die Öffentlichkeit zu bringen. Des Weiteren wird es möglich sein, als virtueller Zauberschüler zu fungieren und eigene Zaubertränke zu mischen.

Virtuelle Schnitzeljagt rund um Pottermore

Zunächst wurden nur wenige Details bekannt. So nutzte Rowling gekonnt moderne Internetmedien wie Twitter und YouTube, um die Spannung zu steigern. Auf verschiedenen Fanseiten veröffentlichte sie Koordinaten, die über „Google Maps“ zu verschiedenen Orten in der Potter-Welt führten. Die Anfangsbuchstaben konnten zusammengesetzt werden, und ergaben so den Namen der neuen Website. Was sich hinter dem „Coming Soon“ auf der Seite verbergen könnte, darüber wurde viel spekuliert. Britische Medien starteten Umfragen und heizten so die Stimmung unter den Fans weiter auf.

Den Höhepunkt fand die virtuelle Schnitzeljagd schließlich in einem YouTube-Video, in welchem die Autorin weitere Details zur Internetseite bekannt gab. Für die unglaublich positive Resonanz und die vielen Fanbriefe, die noch heute zu hunderten ankämen, wolle sie etwas zurückgeben, erklärt Rowling in dem Video.

Sicher scheint, dass es sich dabei auch um eine Möglichkeit handeln wird, die Merchandise-Welt rund um die Bücher voranzutreiben. Nach den acht erfolgreichen Filmen und einem eigenen Freizeitpark in den USA ist das Merchandising eine wichtige Einnahmequelle für die Autorin.Similar Posts: